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Jugendliche gestalten Teltow bunt

20 Jun 2018 von Redaktion

14.600 € stellt die Stadt Teltow erfahrenen Künstlern und Anfängern zur Verfügung – Die Bahn gibt 350 Quadratmeter frei für Kunstprojekt

Schöner, bunter und einladender schaut jetzt die Unterführung aus, die alle Leute begrüßt welche nach Teltow fahren. Am Teltower Bahnhof entstanden innerhalb von drei Wochen, vom 28.April bis zum 18.Mai zwei beeindruckende große Flächen die jetzt Kunstwerke geworden sind. Unter der fachkundigen Anleitung von drei Graffitikünstlern (Luca Domenico Rahl, Benjamin Siegel und Gunnar Seiffert) stellten sich 12 Jugendliche aus dem Jugendhaus „Schiffer“ und 8 weitere Jugendliche aus der Region diesem Mammutprojekt von 350 Quadratmetern. Mit Erfolg! Absolute Anfänger und auch erfahrene Graffitiliebhaber verbrachten jeden Tag in kleinen Teams Stunde für Stunde am Bahnhof und sprühten unbeirrt von Straßendreck und Verkehrslärm die Entwürfe der Künstler an die riesigen Wände. Die Entwürfe wurden vorher in der Stadt eingereicht und sollen alle Bürger der Region gleichermaßen ansprechen. So zeigt die eine Seite Teltow mit seinen besonderen Orten (dazu gehören z.B. das Rathaus, das Stubenrauchdenkmal, aber auch das Jugendhaus „Schiffer“), während die andere Seite sich mit der Frage beschäftigt „Was ist Graffiti?“. Sie zeigt die Gedanken eines Künstlers der mit Farben, Formen und Kontrasten Stück für Stück sein Bild entwirft, von der Skizze zum fertigen Entwurf im beeindruckenden 3D-Look. Wie ein Bild sich aufbaut das haben die Jugendlichen selbst erfahren, denn es wurden nicht nur Fläche für Fläche farblich gefüllt, sondern den Jugendlichen wurden auch die Grundlagen des Sprayens beigebracht. Dabei ist die richtige Haltung der Spraydosen und ein sauberes Füllen von Flächen genauso wichtig wie an Leinwänden den Aufbau von Bildern zu üben und auch das Fertigen von Details kennen zu lernen. Auch zum Thema Sicherheit haben die Jugendlichen viel gelernt, z.B. das richtige Anlegen von den Schutzmasken. Besonders schön war das Feedback der der Bevölkerung. Autofahrer hupten freudig und fuhren mit Daumen hoch an dem Projekt vorbei, Fahrradfahrer und Fußgänger kamen mit Künstlern, Betreuern und Jugendlichen ins Gespräch und aus aller Munde drang Lob und Wertschätzung. Es wurde sogar schon nachgefragt ob im nächsten Jahr bitte die Personenaufgänge auch gemacht werden können. Dieser Wunsch wurde auch bei der Eröffnung am 18.05.2018 nochmals laut. Zur Eröffnung, welche eng von der Regionalpresse begleitet wurde, bedankte sich der Bürgermeister bei den Jugendlichen und den Künstlern und betonte wie gelungen er das Gesamtwerk findet und sprach seinen Respekt dafür aus, dass die Beteiligten unter diesen erschwerten Bedingungen an der offenen Straße so unbeirrt gearbeitet haben. Einen Teil dürfte der Bürgermeister auch gestalterisch beitragen, so sprayte er unter der Anleitung der Jugendlichen mit Hilfe einer Schablone „Jugendkunstprojekt 18.05.2018“ in eine extra dafür freigehaltene Fläche. Ganz am Schluss bekam er auch noch eine von den Jugendlichen gestaltete Leinwand geschenkt und versprach diese in seinem Büro aufzuhängen. Aus diesem Projekt haben die Jugendlichen viele Fertigkeiten mitgenommen und sich aktiv mit ihrer Stadt auseinandergesetzt. Bürger und Jugendliche kamen und kommen immer noch darüber ins Gespräch. Die Frage ob Graffiti Kunst ist wird nun von allen Seiten eindeutig mit „Ja!“ beantwortet.