Schulverweigerer-Projekte

JOB e.V. ist Träger sogenannter “Schulverweigerer-Projekte”
Diese Projekte wenden sich Jugendlichen zu, die am regulären Unterricht nicht mehr teilnehmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Versagensängste, Leistungsdruck und Mobbingerfahrungen sind nur ein Bruchteil möglicher Ursachen. Wir gehen auf diese Jugendlichen zu und versuchen, Ihre Motivation zum Weiterlernen zu erkunden. Gibt es noch Wege zur Reintegration oder ist das Lernen in einem geschützten, kleineren Rahmen eine mögliche Lösung? Mit solchen Projekten ist nicht jeder schulverweigernde Jugendliche zu erreichen und die Mittel sind begrenzt. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt jedoch, daß die Teilnahme an einem solchen Projekt Jugendliche zum Lernen zurückbringen kann, nachdem sie eine eigene Motivation entwickeln konnten und hierfür einen geeigneten Rahmen fanden.
Ein ganz besonderes Augenmerk liegt in unseren Schulverweigerer-Projekten auf der Einbindung der Familien der verweigernden Jugendlichen, die sich als erfolgführend erwiesen hat.

Wir arbeiten sehr eng mit den Schulen und Kooperationspartnern zusammen und entwickelten und betreiben zwei Projekte: das Projekt “Die 2. Chance” an der Maxim Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow und an der Mühlendorf Oberschule in Teltow und das “MUT”-Projekt in Beelitz.

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“Die 2. Chance”
Regionale Koordinierungsstelle Teltow/ Kleinmachnow

Susanne Wengler
Maxim Gorki-Gesamtschule Kleinmachnow
Email: susanne.wengler@job-ev.de
Tel.: 0176.10049825

Rolf Eppler
Mühlendorf Oberschule Teltow
Email: rolf.eppler@job-ev.de
Tel: 0176.10281892

Das Projekt “Die 2. Chance” an der Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow und an der Mühlendorf-Oberschule in Teltow ist geprägt von zwei Grundgedanken: 1. Eine nachhaltige Lösung von Schulproblemen kann nur erfolgen, wenn Eltern, Lehrer und Schüler gut zusammenarbeiten. 2. Wer in einer Konfliktsituation steckt, hat für das eigene Problem meist eine eingeengte Sichtweise, aber viel Verständnis, Einfühlungsvermögen und Lösungskompetenz für ähnliche Probleme bei anderen. Von dieser Einsicht ausgehend werden einmal wöchentlich “Familienschulstunden” abgehalten, in welchen, moderiert von Familientherapeuten Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam Lösungswege für Schulprobleme erarbeiten. Zusätzlich finden regelmäßig familientherapeutische Einzelgespräche statt.

Das Programm “Schulverweigerung – Die 2. Chance” wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.

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Integriertes Projekt “MUT”
Motivation.Unterricht.Training
Investition in Ihre Zukunft
Beelitz
Maren Zoesche
Email: maren.zoesche@job-ev.de

Ulrike Müller
Email: ulrike.mueller@job-ev.de
Tel: 033204.633058

Am Standort in Beelitz verfolgt das Projekt „MUT“ – Motivation-Unterricht-Training, das Ziel, entsprechend der schulischen, sozialen und pädagogischen Förderung jedes einzelnen Schülers unter Berücksichtigung der jeweiligen Fähigkeiten eine qualifizierte Erfüllung der Schulpflicht sowie den Erwerb der Berufsbildungsreife durch den erfolgreichen Abschluss der 9. Klasse zu erreichen. Hierfür arbeitet unser Team aus multiprofessionell ausgebildeten MitarbeiterInnen mit verschiedenen Kooperationspartnern in theoretischen und praktischen Lernbereichen eng zusammen. Die Schülerinnen und Schüler verlassen nach dem erfolgreichen Abschluss das Projekt und gehen entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen entweder in eine Berufsbildungsmaßnahme oder in eine Berufsausbildung.

Das Projekt „MUT“ wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

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ESF-Programm

“Schulverweigerung – Die 2. Chance”

Das Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ wird in der aktuellen ESF-Förderperiode vom 1. September 2008 bis 31. August 2011 als Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN fortgeführt und nachhaltig ausgebaut. Um ein stärker flächendeckendes Netz an Hilfeeinrichtungen anbieten zu können, wurde die Anzahl der lokalen Koordinierungsstellen auf 194 aufgestockt.

Derzeit verlassen jährlich circa 8 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Eine Ursache für das Verlassen der Schule ohne Schulabschluss liegt bei einem Teil der Jugendlichen in einer bewussten schulverweigernden Haltung. Mit dem ESF-Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ des BMFSFJ wird eine nachhaltige Senkung der Zahl der Jugendlichen angestrebt, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen. In den Koordinierungsstellen der „2. Chance” werden Jugendliche, die aktive oder passive Formen von Schulverweigerung zeigen, aufgefangen und wieder ins Regelschulsystem integriert.

Im Fokus des Programms stehen dabei Schülerinnen und Schüler, die:

  • mindestens 12 Jahre alt sind und sich maximal am Beginn des Besuchs der letzten Klassenstufe befinden,
  • die eine Hauptschule, Förderschule oder eine andere Schulform besuchen, auf der der Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich ist und
  • die ihren Schulabschluss belegbar durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden.

Die Initiative „Jugend und Chancen – Integration fördern“

Das ESF-Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ ist Bestandteil der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zielgruppe der Initiative sind junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Die Initiative zielt auf die soziale, schulische und berufliche Integration dieser jungen Menschen und damit auf die Erhöhung ihrer Qualifizierungschancen ab. Sie knüpft an die Ergebnisse und aufgebauten Strukturen der Programme „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ und „Kompetenzagenturen“ aus der ESF-Interventionsphase 2000 bis 2006 an. Beide Programme bauen aufeinander auf und ergänzen so andere Maßnahmen der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung “Aufstieg durch Bildung”. Sie werden mit einer zunächst dreijährigen Laufzeit fortgesetzt.

Eine Übersicht der geförderten Koordinierungsstellen “Schulverweigerung – Die 2. Chance” der Förderperiode 2008-2011 finden Sie hier.
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Relevante Links:

logoBMFSFJ

logo__eu__rechtsbuendig

LogoESF[1]

ESF-Programm “Kompetenzagenturen”
ESF-Regiestelle
Jugendmigrationsdienst (JMD)
Projekt “Neue Wege für Jungs”
Girl´s day – Mädchen Zukunftstag
Qualifizierungsinitiative “Aufstieg durch Bildung” der Bundesregierung

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