Zur Geschichte des Vereins

Der Verein JOB e.V. – Jugend – Orientierung – Beruf – entstand bereits 1991 als Projektgruppe des Brandenburgischen Instituts für Umschulung und Fortbildung e.V. Potsdam (BIUF). Vor dem Hintergrund einer rasant steigenden Jugendarbeitslosigkeit in der Region Teltow / Stahnsdorf / Kleinmachnow wurde von Teilnehmern eines Sozialmanagement-Kurses ein Projekt zur beruflichen Eingliederung und Orientierung für Jugendliche innerhalb des Bausektors entwickelt.
Gemeinsam mit dem Verein Gruppe 44 e.V. Teltow, einer Initiative selbst betroffener jugendlicher Hausbesetzer, wurde ein Konzept für eine Interregionale Freizeit- und Begegnungsstätte entworfen. Aus dieser Koop gründete sich 1993 der heutige gemeinnützige Verein JOB e.V..

Zur Umsetzung des damaligen Gesamtkonzeptes fand sich das, bis 1989 als Bürogebäude genutzte und seither leerstehende “Schifferkinderheim” in der Teltower Boberstrasse 1. Die Ruine war bereits zum Abriss freigegeben. Um es, als eines der letzten Fachwerkhäuser der Region, zu erhalten, konnte das “Schifferkinderheim” kurzfristig unter Schutz gestellt werden und ist heute ein eingetragenes Baudenkmal. Mit Hilfe von Fördermitteln des ESF, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg, des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landkreises Potsdam, der Stadt Teltow und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam konnte der JOB e.V. 1993 mit der Sanierung des Hauses beginnen. Die Eigentümer Roland Ernst und Claus Wisser unterstützten das Vorhaben durch die Schenkung der Immobilie an die Stadt Teltow und die Übernahme der mit der Sanierung und dem Umbau verbundenen Materialkosten.

skh sanierung dach

Die gemeinnützige Baufirma Neue Arbeit gGmbH Kleinmachnow leitete das Bauvorhaben. Langzeitarbeitslose Bauhandwerker und die Jugendlichen der Berufsbildungsprojekte des JOB e.V. wurden vor Ort unterstützt durch Handwerker im Erziehungsdienst und weitere Fachfirmen in den unterschiedlichsten Gewerken. In der dreijährigen Sanierungszeit wurden so insgesamt 26 als schwer vermittelbar geltende Jugendliche zu Bauwerkern/Bauhelfern ausgebildet.

Für das Gesamtprojekt “Sanierung Schifferkinderheim” verlieh das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Dezember 1994 dem JOB e.V. den Denkmalpflegepreis des Landes Brandenburg.

Ende 1995 war das Sanierungsvorhaben beendet und im Januar 1996 wurde das neue Jugendhaus in Anwesenheit von über 200 Förderern, Freunden, Partnern und Presse feierlich eröffnet: Zielgruppe waren in erster Linie Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren und auch Initiativen – und damit wurde das “Schifferkinderheim” ein Ort der Begegnung zwischen den Generationen.

skh front

 

Im Jahr 1994 kam eine erste Aussenstelle des Trägers für mobile Jugendarbeit in Glindow hinzu. Sie war im Pfarrhaus Glindow als feste Anlaufstelle angesiedelt. Ihr folgten in den nächsten Jahren weitere.

Nach mehreren Jahren innovativer und erfolgreicher Jugendarbeit und des Engagements in sozialpolitischen Fachdiskussionen des Landkreises Potsdam-Mittelmark kam es zunehmend zu Anfragen von Gemeinden, z.T. kommunal geführte Jugendeinrichtungen in eine professionelle und spezialisierte Hand zu geben. So kamen ab diesem Zeitpunkt viele Einrichtungen hinzu.

Nach einem Ausschreibungsverfahren des Jugendamtes PM im Jahre 2001 engagierte sich JOB e.V. fortan auch im Arbeitsbereich Hilfen zur Erziehung. Dieser Fachbereich ist inzwischen expandiert und so spezialisiert, dass er als gleichberechtigte Säule neben Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit steht.

Seit 2003 ist JOB e.V. als Träger von Sozialarbeit an Schulen an mehreren Schulen des Landkreises PM tätig.

 Auch die Intergrierte Tagesbetreuung von Kindern ist heute ein Angebotsbestandteil des JOB e.V., die nach der Gründung der Tochter-gGmbH SpielWerk dort angesiedelt ist.

Die Arbeit des JOB e.V. lebt vom offenen Dialog innerhalb der Arbeit sowie trägerübergreifend in Gremienarbeit und intensiver Zusammenarbeit mit Ämtern und Institutionen. Auseinandersetzung mit Tradition, modernen Gesellschaftsströmungen und Zeitgeist sind Grundlage einer ständigen und gewollten Innovation.

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